
| Setzen Sie das Klima aufs Spiel | Gambling with the climate |
Autoren oder "Wissenschaft und Spiel"
Man mag sich fragen, wieso ein wissenschaftliches Institut wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sich in der Entwicklung eines Brett- und Gesellschaftsspiels versucht. Wissenschaft stellt Fragen und versucht Antworten darauf zu finden und am Anfang standen drei Fragen, die direkt mit der Thematik des Klimawandels zu tun haben:
- Gelingt es die komplexen Prozesse zum Thema Klima, Klimawandel und Klimaschutz so auf das Wesentliche zu reduzieren, dass diese Probleme in einfacher Form dem Nicht-Experten vermittelt werden können?
- Kann ein attraktives Gesellschaftsspiel entwickelt werden, dass auf dieser Reduktion auf das Wesentliche beruht und in welcher Form kann ein solches Spiel für Bildungszwecke eingesetzt werden?
- Zu welchem Grad kann ein Spiel, als ein interaktves "Modell" der Realität, selbst neue wissenschaftliche Fragen erzeugen?
Dies sind nicht nur spannende Fragen, sondern auch Fragen mit Relevanz für die Wissenschaft zum Klimawandel, die jene Interaktion mit der Gesellschaft braucht, die durch das Spiel erreicht werden soll. Diese Fragen stehen unter anderem in dem Projekt EYES (Science-Society Dialogues) im Vordergrund. Uns beide haben sie zur Entwicklung von KEEP COOL veranlaßt, "uns" das sind:
Dr. Gerhard Petschel-Held Leiter der Abteilung Integrierte Systemanalyse am
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Gerhard ist ursprünglich Physiker und ist seit 11 Jahren am PIK, wo er sich mit Fragen der Integration von Natur- und Sozialwissenschaften beschäftigt. Er ist Autor von über 50 wissenschaftlichen Artikeln und arbeitet in internationalen Gutachtergremien mit, die sich Fragen des Zusammenhangs zwischen Ökosystemwandel und menschlichem Wohlergehen (Millennium
Assessment) und des Klimawandels (IPCC) befassen.
Klaus Eisenack arbeitet in der Abteilung "Integrierte
Systemanalyse" zum Management natürlicher Ressourcen und beschäftigt sich mit modernen Modellierungsverfahren. Sein Augenmerk liegt dabei auf der Kopplung von Naturraum, Wirtschaft und Institutionen. Er hat Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Philosophie studiert, und entwickelt seit seinen frühen Tagen Brett- und Rollenspiele (Demiurgon).